Was ist Schmerz - Physiotherapie und Wellness Silvia Bitterlich

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Was ist Schmerz

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Was ist Schmerz ?

„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktuellen oder potentiellen Gewebsschädigungen verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird“ (Def. IASP, The International Association for the Study of Pain ist das führende, internationale Berufsforum für Wissenschaft, Praxis und Ausbildung im Feld der Schmerztherapie.)

Schmerz ist mehr als eine reine Sinnesempfindung, es ist gleichzeitig ein meist unerwünschtes Gefühlserlebnis.

Schmerz ist nicht nur eine Begleiterscheinung einer Krankheit oder Verletzung, sondern mittlerweile selbst zu einer Krankheit geworden .

Auch gilt zu berücksichtigen, dass keine Schmerzanpassung erfolgt. Im Gegensatz zu anderen Sinneswahrnehmungen  sinkt die Reizschwelle bei längerer Einwirkung von Reizen.  

Welche Arten von Schmerz gibt es ?


Schmerz ist eine komplexe Sinneswahrnehmung, mit meist unterschiedlicher Qualität.

Der Schmerz wird immer subjektiv wahrgenommen und kann vom Gefühl her z.B. lähmend, heftig, schrecklich, quälend und marternd sein.
Von der Sinnesqualität wird er häufig als ziehend, stechend, brennend oder drückend beschrieben.

Wie wird Schmerz ausgelöst ?

In einfachen Fällen werden Schmerzrezeptoren erregt, die diese Information über Nervenbahnen an das Zentralnervensystem weiterleiten.

Wozu dient Schmerz ?

Schmerz dient in den meisten Fällen als Warnsignal. Er macht uns darauf aufmerksam, dass „irgend etwas nicht stimmt, bzw. irgendeine Grenze nicht überschritten werden sollte“.


Ursachen des Schmerzes:


- mechanische Einflüsse wie Quetschung, Prellung, Stich, Schnitt, Bruch usw.
- Krankheiten wie Neuralgien, Gürtelrose, Rheuma, Zahnschmerzen usw.
- Psychische Einflüsse
- Falsche Ernährung, Übergewicht
- Fehlhaltung, Fehlbelastung (zu viel oder zu wenig)
- Beckenschiefstände und damit verbundene muskuläre Dysbalancen und deren Folgen

Unabhängig von der Ursache führt jeder Schmerz zu einer weiteren Anspannung der entsprechenden Muskelpartie. Diese wiederum verursacht einen weiteren Schmerz. Grundsätzlich verursacht Stress eine erhöhte Muskelspannung !!!

Negative Einflüsse auf Schmerzen


- Ernährung
z.B. Drogen, Alkohol, Nikotin, Koffein, Medikamente, div. Fette und Öle

- Umwelt
z.B. Elektrosmog, Ozon, Umwelt-Toxine, Klima und Wetter, Geräusche usw.

- Psyche
z.B. Ängste, Über- und Unterforderung, negativen Stress, Streit, Wut, Termindruck,Probleme in der Partnerschaft, Schlafstörungen usw.


Schmerz in Zahlen


In Deutschland leiden nach Einschätzung von Fachgesellschaften etwa 20 Mio Menschen an chronischen oder immer wiederkehrenden Schmerzen. Davon sind 6 bis 8 Mio stark beeinträchtigt.
Von chron. Schmerzen sprechen Fachleute, wenn der Schmerz seit min. 3 bis 6 Monaten besteht und eine Beeinträchtigung des alltäglichen Lebens der Pat. darstellt.
Die chron. Verläufe nehmen mit dem Alter zu: bei den 40- bis 60-jährigen klagen 22,3% über chron. Schmerz.
Ab dem 75sten Lebensjahr geben 47,1% an, chron. Schmerzen zu haben.


Rückenschmerzen


- 21,6% der Frauen haben chron. Rückenschmerzen
- 15,5% der Männer haben chron. Rückenschmerzen
- 69% der Bevölkerung schmerzt der Rücken gelegentlich
- 5,8% aller Krankheitstage gehen auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurück, die meisten davon sind Rückenschmerzen


Spannungskopfschmerzen und Migräne


- 38% der erwachsenen Bevölkerung hat gelegentlich Spannungskopfschmerz
- 3% der erwachsenen Bevölkerung leidet an chron. Spannungskopfschmerz
- 10% der erwachsenen Bevölkerung ist von Migräne betroffen
- Die Zahl der Kinder mit regelmäßigen Kopfschmerzen nimmt zu !!!


Arthrose


- 8,5 Mio Erwachsene sind von Arthrose betroffen


Ein großer Teil aller Schmerzpatienten hat  einen Beckenschiefstand !!!

Wie kommt es zu einem Beckenschiefstand ?


Neben einem realen Beinlängenunterschied (z.B. angeboren , erworben durch Fraktur oder OP, oder in der Zeit des Wachsens), gibt es den deutlich häufigeren scheinbaren Beinlängenunterschied .
Dieser scheinbare Beinlängenunterschied entsteht durch eine Rotation des Hüftbeins (z.B. bei einem Sturz) und der daraus resultierenden Blockade des jeweiligen ISG`s . Die dabei entstehende „Bein-Verlängerung“ bzw.“Bein-Verkürzung“ führt dann zum Beckenschiefstand.

Wird nicht innerhalb kurzer Zeit eine Korrektur vorgenommen, beginnt die Wirbelsäule den Kopf in die „Mitte“ des Körpers zu bringen . Die Wirbelsäule als flexible vertikale Körperachse beginnt in Form einer Skoliose auszugleichen .


Folgen eines Beckenschiefstands sind z.B. Muskel-Dysbalancen , Schmerzen an den Wirbelgelenken , Bandscheibenschäden , Fehlbelastungen an Gelenken (Hüfte,Knie,Sprunggelenk) , bis hin zu Fehlstellungen und –belastungen an den Kiefergelenken

Behandlung eines Beckenschiefstands


Der Beckenschiefstand wird beseitigt in dem man die scheinbare „Bein-Verlängerung“ bzw. „Bein-Verkürzung“ aufhebt . Dies wiederum wird durch das Lösen der ISG-Blockade erreicht.
Als erstes steht eine gründliche Befundung ! Man muss herausfinden in welcher Richtung das ISG blockiert ist und in welche Richtung die Mobilisation stattfinden muss .

Wenn das alles klar ist kann die Mobilisation beginnen . Leider müssen wir feststellen dass das einmalige Mobilisieren des ISG nicht den gewünschten Effekt einer Blockadefreiheit bringt .
Durch die ISG-Blockade kommt es zu Spannungsveränderungen der tiefen Beckenmuskulatur (Psoas major, Iliacus, Adduktoren, Ischias und des Rectus femoris). Diese sorgt dafür dass das ISG recht schnell wieder in die Blockaderichtung gezogen wird.


Also muss die Mobilisation über einen Zeitraum von 3-4 Wochen täglich passieren . Das allerdings lässt sich nur mit der Mithilfe des Patienten selbst erreichen ! Dazu erarbeiten wir mit dem Patienten eine Hausaufgabe , die dieser dann selbständig zu Hause durchführen soll !

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